Geschaeftsmodell

Ingenieurbuero Erckert bietet Ihnen Ingenieurleistungen rund um die Integrierte Schaltung. Hierbei gibt es prinzipiell zwei moegliche Geschaeftsmodelle:

1. Festpreis

2. Stufenweise Projektabwicklung

3. Nach Aufwand

Welches der beiden Modelle (oder auch welche Mischform) am sinnvollsten ist haengt von der jeweiligen Aufgabenstellung und der Planbarkeit des Projektes am.

1. Festpreis Modell

Festpreis ist im Idealfall sinnvoll, wenn der Aufwand eines Projektes bis ins Detail vorhersehbar und quantisierbar ist. Hier muessen eingefrorene Spezifikationen, eine erprobte Technologie sowie stabile CAD-Software vorliegen. Jede Abweichung von diesen Bedingungen muss Dokumentiert werden. Sollten durch Planungsaenderungen signifikante Aenderungen des Projektaufwandes entstehen haben beide Vertragspartner basierend auf den Aenderungen die Moeglichkeit, das Projekt zu beenden oder sich auf einen neuen, den Aenderungen angepassten Preis zu einigen.
Der hohe Dokumentationsaufwand erzeugt zwangslaeufig hoehere Gesamtkosten als bei einem "Nach Aufwand" vorgehen.

2. Gestaffeltes Festpreismodell

Unserer Erfahrung nach ist es sinnvoller ein Projekt in Teilprojekte zu gliedern. Diese Teilprojekte basieren auf Festpreisen. Die Festpreise werden definiert, wenn das jeweilig vorgelagerte Teilprojekt abgeschlossen ist und der Aufwand fuer das naechste Teilstueck besser erkennbar ist. Hier ein Beispiel:

2.1 Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie ermittelt, mit welcher Technologie welche Zielspezifikation erreichbar ist. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist:

- Zielspezifikation
- Technologiewahl
- Aufwandsabschaetzung fuer das Schaltungsdesign

Die Aufwandsabschaetzung wird fur die Festlegung des Preises der Schaltungsentwicklung herangezogen.

2.2 Schaltungsdesign

In dieser Phase wird die Schaltung des ICs entwickelt. Das Ergebnis der Schaltungsentwicklung beinhaltet:

- Eine Schaltung des zu realisierenden ICs
- Simulationsergebnisse
- Evtl. erste Testlayouts kritischer Bloecke
- Entwicklungsbericht
- Abschaetzung des Layoutaufwandes.
- Abschaetzung des Aufwandes der Bench Evaluation.

Die Abschaetzung des Layoutaufwandes wird fuer die Festlegung des Preises des Layouts herangezogen.

2.3 Layout

Hier wird die Schaltung physikalisch implementiert. Diese Phase des Designs ist am staerksten von zuverlaessigen CAD-Tools abhaengig. Bereits geringste Maengel der Software koennen dramatische Folgen haben. Aus diesem Grund ist hier ein sehr hoher Aufwand zur Dokumentation von ungeplanten Verzoegerungen vorherzusehen. Diese Dokumentation hat das Ziel Tool-Maengel zu beheben und die Entstehung urspruenglich nicht geplanter Mehraufwendungen zu Dokumentieren. Das Ergebnis der Layout Phase ist:

- Layout
- Dokumentation von Tool Schwaechen um zukuenftige Projekte zu beschleunigen
- Ueberpruefung des Layouts durch LVS (Layout Versus Schematic)
- Ueberpruefung der Einhaltung Design Rules durch DRC (Design Rule Checker)
- Dokumentation von bewussten Regelverletzungen (z.B. um ESD Durchbrueche gezielt in den ESD Strukturen zu erzwingen)
- Bereitstellung von Montageunterlagen

2.4 Bench Evaluation

In der Bench Evaluation werden erste Muster des ICs unter anwendungsnahen Betriebsbedingungen erprobt und moeglichst viele Funktionen der Schaltung manuell vermessen. Das Ergebnis der Bench Evaluation ist der:

- Evaluation Report
- Optional Bug Report
Der Evaluation Report enthaelt Messergebnisse, die zur Plausibilitaetspruefung der automatischen Messung (EWS - Electrical Wafer Sort) herangezogen werden. Der Bug Report enthaelt waehrend der Evaluation entdeckte Abweichungen vom gewuenschten Verhalten des ICs. Falls der Bug Report hinreichen detailiert ist koennen die im Bug Report aufgelisteten Abweichungen zur Abschaetzung des Aufwandes eines Redesigns verwendet werden.

3. Nach Aufwand

Hier wird ein Stundensatz und gegebenenfalls ein Stunden- oder Tagessatz fuer die Nutzung der Werkzeuge des Ingenieurbueros vereinbart. Diese Vorgehensweise ermoeglicht einen sehr flexiblen Einsatz in Projekten, deren genauer Ablauf schlecht vorhersehbar ist. Typische Beispiele fuer schlecht planbare Projekte sind z. B.:

- Application Support
- Concurrent Engineering (z.B. Spezifikation entsteht parallel zum Design)
- Verwendung sehr neuer, unerprobter Design Flows
- Uebernahme von bereits begonnenen Projekten, deren Status schlecht dokumentiert ist
- Einsatz als Springer in ueberlasteten Teams

(Letzte Aktualisierung: 08.05.2017)